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INFO Nr. 13 September 2002
1. Eine neue Publikation
Aus Anlass des Jubiläums „1150 Jahre Stadt Essen“ hat die Geschichtswerkstatt „Zeche Zollverein e.V.“ ihr drittes Buch herausgegeben. Es ist erschienen im Klartext Verlag und trägt den Titel „Vom Leben mit der Kohle – Zur Geschichte der Stadtteile Katernberg, Schonnebeck und Stoppenberg“. Der Verkaufspreis beläuft sich auf 7,50 €.
Über die Wandlung der einstmals verstreut liegenden, dünn besiedelten Bauerschaften der Ruhrregion –„fernab jeglicher Zivilisation“, wie ein Bericht noch im 19. Jahrhundert meldet - zu einem mächtigen Industriezentrum ist schon viel publiziert worden. Unsere Geschichtswerkstatt hat jedoch bei ihren Kontakten mit der Bevölkerung der drei Stadtteile und den Bergleuten erkennen können, dass deren historisches Interesses in besonderer Weise ihrem Stadtteil und ihrer Zeche gilt.
Die Verfasser haben deshalb die Chroniken der Zechen Friedrich Ernestine und Zollverein vom Teufen des ersten Schachts bis zu Betriebseinstellung verfolgt und beschrieben, wie eng die drei Stadtteile und ihre Bewohner mit der Entwicklung des Bergbaus, seinen hiesigen Anfängen, seiner Blüte und seinem Niedergang verbunden waren und es heute noch sind.
Selbstverständlich hat die Aufnahme der Zeche und der Kokerei Zollverein in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Welt die Nachfrage nach Literatur über Zollverein und sein Umfeld stark erhöht. Das neue Buch beantwortet die häufigsten Fragen, die von Interessenten aus der ganzen Republik an uns gestellt wurden. Es sei daher all denen empfohlen, die sich noch mehr mit dem Werden der hiesigen Zechen und den daraus resultierenden Veränderungen an der Tagesoberfläche vertraut machen wollen.
2. Eine Studienreise
Der Verein widmet sich seit Jahren auch der Tradition, Kontakte zu Vertretern anderer Bergbaureviere zu pflegen. In diesem Jahr wird eine Studienreise in das oberschlesische Steinkohlenrevier organisiert, die im Oktober stattfinden soll. Die Fahrt geht über Wroclaw (Breslau) und Zdzieszowice (Deschowitz), mit Bauten von Schupp und Kremmer, zunächst nach Krakau. Als weiteres Zwischenziel ist das Weltkulturerbe Salzbergwerk Wieliczka vorgesehen, von wo aus die Fahrt nach Zabrze (Hindenburg) fortgesetzt wird. Dort sind Treffen mit einheimischen Bergleuten und Museumsbesuche geplant. Dank der guten Kontakte, die unsere Frau Dr. Grabe zu Vertretern Oberschlesiens unterhält, wird uns eine geführte Fahrt durch die oberschlesische Industrieregion ermöglicht, die Herr Dr. Ginko vom Kulturamt des Marschalls in Katowice (Kattowitz) ausrichten wird. In gleichem Rahmen sind auch Vorträge organisiert, die uns Sachverständige aus Bergbau und Wissenschaft halten werden.
Vor Beginn der Reise wird sich unser Verein mit einer hochrangigen Delegation aus Kattowitz, die geführt wird von Herrn Bürgermeister Urbanczyk, auf dem Gelände von Zollverein treffen. Wir werden den Gästen unseren Verein und seine Aktivitäten vorstellen und wollen uns mit dem Programm, das uns in Kattowitz erwartet, vertraut machen.
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