Arbeitsgemeinschaft Essener Geschichtsinitiativen
im FORUM Geschichtskultur an Ruhr und Emscher eV.

 

INFO Nr. 12 März 2002

Willy Fleischer:

WERDENER TUCHMACHER.
Die Familien Forstmann und Huffmann und andere Tuchhersteller.

 Das Buch beleuchtet auf 152 Seiten in detaillierter Ausführlichkeit die Geschichte der Tuchmacher-Familien Forstmann und Huffmann. Die Stoffe aus Werden genossen Weltruhm und ihre Werke prägten entscheidend die Geschehnisse in Werden an der Ruhr.

Authentische Dokumente, zahlreiche, bisher unveröffentlichte Abbildungen, persönliche Erinnerungen sowie Zeitzeugen-Berichte aus aller Welt lassen den Ursprung dieser Werdener Blütezeit eindrucksvoll und überraschend wieder auferstehen. 

 Das Buch ist im NOBEL-Verlag, Essen, erschienen. ISBN 3-922785-75-1.

Die KLV

                     - ein unvergessliches Erlebnis

Dokumente und Zeitzeugen lassen in Briefen, Tagebüchern und durch Erinnerungsberichte die Zeit von 1941 bis 1945 wieder lebendig werden.

 Hersausgeberinnen: Hilde Krüger, Elsa Sippel

Das Redaktionsteam besteht aus ehemaligen Schülerinnen im Altschülerinnen-Bund der Luisenschule in Essen am Bismarckplatz.

Kontakt: Elsa Sippel, Am Scheidtbusch 45, 45149 Essen, Telefon 0201-716524.

 Die KLV (Kinderlandverschickung) war freiwillig. In den ersten Kriegsjahren blie­ben die Schülerinnen bzw. Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern aus der Heimatschule für ein halbes Jahr im zugewiesenen Lager. Den Mädchenlagern wur­den Führerinnen des BDM (Bund deutscher Mädel) und des JM (Jungmädelbund) von der KLV-Leitung aus Prag zugeordnet. Aus den Berichten geht hervor; dass das Lager- und Schulleben recht kurzweilig verlief.

Vordergründig änderte sich ab Frühjahr 1943 nicht viel, aber die Nachrichten aus der Heimat bedrückten uns immer stärken Die Familienwohnungen wurden beschädigt oder ganz zerstört. Es gab mehr und mehr Verwundete, tote und gefal­lene Familienangehörige. Plötzlich wurde aus der bis dahin freiwilligen Kinder­landverschickung eine Dauereinrichtung. Alle Klassen der Luisenschule, die bis dahin an mehreren Orten im damaligen Protektorat Böhmen und Mähren unterge­bracht waren, wurden in das KLV-Großlager Bad Beching bei Tabor verlegt. Die Schülerinnen, Lehrerinnen und Lehrer; die noch in Essen verblieben waren, auch die vor den Bomben geretteten Lehr- und Lemmittel einschließlich der Turngeräte und hauswirtschaftlichen Geräte wurden nach Beching transportiert. Transport­mittel war die Reichsbahn. So wurde mit allen Schulen verfahren, die in ,,luftge­fährdeten Gebieten" lagen.

Nur die Schülerinnen, deren Eltern nachweislich eine Unterbringung ihrer Kinder in ,,nicht luftgefährdeten Gebieten" garantieren konnten, durften abreisen. Im Sommer 1943 fuhren viele ab; auch später kam es immer wieder vor; dass Schülerinnen zu Verwandten oder zu ihren Müttern fahren konnten, wenn z.B. Mütter mit kleineren Geschwistern Zuflucht auf dem Land gesucht und gefunden hatten. Das Großlager Beching beherbergte ca. 230 Schülerinnen. In Essen waren es 1000 Schülerinnen gewesen.

 Das Kriegsgeschehen und die politischen Auswirkungen zeichneten sich im Laufe des Jahres 1943 immer deutlicher ab und führten 4944 und bis zum Kriegsende 1945 zu dramatischen Ereignissen und Maßnahmen. Obwohl offiziell von politisch Verantwortlichen sogar (wahrscheinlich zur allgemeinen Beruhigung> Elterutrans­porte zu den KLV-Lagern hin organisiert wurden, blieb uns am 26.4.1945nur noch die Flucht. Diese Flucht wurde von unserer Schulleitung organisiert und durchge­führt, nachdem von der Haupt-KLV-Leitung wohl keine Hilfe mehr zu erwarten wan LKWs der Wehrmacht brachten uns in Nachtfahrten nach Österreich. Nach der Ankunft in Österreich wrden wir nach Klassen auf vier verschiedene Orte auf­geteilt.

 Geschwisterkinder durften zusammenbleiben. Die KLV war beendet, aber das Lagerleben unter äußerst schwierigen Bedingungen blieb, bis zu den Heimholfahrten durch Eltern und bis die Lager sich offiziell leerten.

 Die letzten Schülerinnen gelangten erst im November 1945 nach Essen.

 

Johannes Meier:

Das Bistum Essen.
Christliches Leben an Lenne und Ruhr im Lauf von zwölf Jahrhunderten.

Heft I               Von den ersten Glaubensboten bis zur großen Säkularisation (57 Seiten)

Heft II               Vom Ende der Reichskirche bis zur Beilegung des Kulturkampfes (41 Seiten)

Heft III              Ist in Vorbereitung und wird den Weg der Kirche von der ersten Sozialenzyklika „Rerum novarum“ bis zum zweiten Millenium behandeln.

Herausgeber: Èditions du Signe, BP 94, F-67038 Strassbourg Cedex 2, Frankreich, ISBN 2-7468-0644-4.

 Die Hefte sind sehr aufwendig gedruckt und reich bebildert.