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Arbeitsgemeinschaft Essener Geschichtsinitiativen im FORUM Geschichtskultur an Ruhr und Emscher eV.
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Neuer Bildband
Seit Juni 2006 gibt es nun den neuen Bildband zur regionalen Luftfahrtgeschichte mit dem Titel "Der Traum vom Fliegen im Ruhrgebiet" im Fachhandel, ebenso der Band "80Jahre Flughafen Essen-Mülheim", welcher nun in zweiter, durchgesehener Auflage vorliegt. Beide Bände finden große Akzeptanz unter aktiven und nicht mehr aktiven Fliegern, wie auch unter geschichtlichinteressierten Privatpersonen.Äußerungen wie "Das hat es so noch nicht gegeben" oder "Hätte mal vor zwanzig oder dreißig Jahren erscheinen sollen" beweisen das hierbei ein großes Informationsbedürfnis vorhanden zu sein scheint. Fürwahr, wären solche Bildbände einige Jahre oder Jahrzehnte erschienen, so manche aufwändige Recherche hätte sich erübrigt zumal die damaligen am Luftfahrtgeschehen involvierten Personen noch gelebt und so einiges zum Thema zu sagen gehabt hätten. Die Erstpräsentation des neuen Bandes fand am 7.Juni 2006 in Gelsenkirchen und einen Tag später in Essen statt. Der Schwerpunkt der frühen Luftfahrt im Ruhrgebiet befand sich nun einmal auf dem Terrain der heutigen Stadt Gelsenkirchen. (Ballonstartplatz bei der Zeche Rhein-Elbe, Flugplatz Rotthausen, Flugplatz Buer...) Hausaufgabenhilfe
Zu Anfang des Jahres 2006 war eine Oberklassenschülerin eines bekannten Essener Gymnasiums zu Gast beim ESSENER LUFTFAHRTARCHIV. Die Schülerin recherchierte zum Thema "Geschichte und Zukunft des Essen/Mülheimer Flughafens" einer Facharbeit für den Leistungskurs in Erdkunde.In Zusammenarbeit mit Herrn Heinz Schlosser von der Arbeitsgemeinschaft Flughafen und Ökologie Essen/Mülheim e.V. konnten manche Informationen erfaßt und aufgenommen werden,welche die Schülerin für ihre Facharbeit gut verwendete. Die Benotung "sehr gut" braucht hierbei nicht weiter kommentiert zu werden. Die 17seitige Arbeit hat einen sehr seriösen Charakter, so daß sie zum Quellenstudium für zukünftige Veröffentlichungen zum Flughafen Essen/Mülheim dienen kann. Luftfahrtdaten und Jahrestage (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Vor 100 Jahren... startete am 13. Juni 1906 der erste Ballon des Niederrheinischen Vereins für Luftschiffahrt mit dem Namen "Essen". Vor 95Jahren... landete am 10. Juli 1911 das Luftschiff P.L. 6 (Parseval-Bauart) auf den Ruhrwiesen bei Steele in der Nähe des Spillenburger Wehres. ...fanden vom 30. Juni bis 5. Juli 1911 die ersten Dortmunder Flugtage in Fredenbaum statt. Vor 90Jahren... meldeten am 6. Mai 1916 die Betreiber des 1912 eröffneten Flugplatzes Wanne-Herten Konkurs an. Vor 80Jahren...erhielt an 26.April 1926 die Unternehmung Gelsenkirchen-Essener Luftverkehrsgesellschaft mit beschränkter Haftung die Zulassung zum Passagierbetrieb. (Das einzige Flugzeug dieser Firma stürzte nur wenige Tage später ab und damit war das Ende der Gesellschaft besiegelt) Vor 75Jahren...landete am 16.August 1931 das Luftschiff LZ 127 "Graf Zeppelin" erstmalig auf dem Flughafen Essen/Mülheim. Vom 26. September bis zum 11. Oktober 1931 wird im Deutschlandhaus in Essen die Ausstellung "Fliegen lernen" gezeigt. Vor 60Jahren... 1946. Auf dem Flughafen Essen/Mülheim werden durch die britischen Militärbehörden ausrangierte Lastkraftwagen abgestellt. Diese werden teilweise später an verschiedene Firmen im Zuge des allgemeinen Wiederaufbaues veräußert. Vor 55Jahren...1951 fand auf dem mittlerweile enttrümmerten und geräumten Flughafengelände die erste Landes-Modellflugmeisterschaft statt. Auch der Segelflug wurde in diesem Jahr wieder zugelassen. Von einem Gelände bei der Zeche Bonifacius startet zum erstenmale nach Kriegsende ein Ballon. Vor 50Jahren... Der Luftfahrtverein Essen erhält am 11. Juni 1956 einen neuen Schulungssegler mit zwei Sitzen. Er wird durch Alfried Krupp vor dem Krupp-Hauptverwaltungsgebäude an der Altendorfer Straße auf den Namen "Claus von Bohlen", dem gefallenen Bruder Alfried Krupps, getauft. Im gleichen Jahr stellt der Verein sein erstes Motorflugzeug nach dem Kriege in Dienst. Vor 40Jahren... erteilte der damalige Landesminister für Wirtschaft, Verkehr und Mittelstand am 19. März 1966 für den Flughafen Essen/Mülheim die Genehmigung zum Betrieb als Verkehrsflughafen. Vor 25 Jahren... Am 26. und 27. September 1981 wurde ein Großflugtag auf dem Flughafen Essen/Mülheim veranstaltet. Verschiedenen Berichten zufolge sollen rund 100.000 Menschen das Ereignis verfolgt haben. Vor 10 Jahren... Tag der offenen Tür am 8. September 1996. Mehrere Tausend Besucher kommen an diesem Tag zum Flughafen.Erstmalig werden von der damaligen "Sammlung Essener Luftfahrtgeschichte" im Bereich der Eingangshalle historische Aufnahmen zur Flughafengeschichte gezeigt. Das ESSENER LUFTFAHRTARCHIV sammelt und dokumentiert historische Photos und Belege zum Zwecke der Publikation und Ausstellung. Die Bestände sind gegenwärtig nicht öffentlich einsehbar. Die Luftfahrtgeschichte der Stadt Essen und Umgegend soll so weit wie möglich photographisch erfaßt werden. Historische Photos oder anderweitige Unterlagen werden in jeder Form (auch auf Datenträger) gerne entgegengenommen.
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Presseberichte zum Buch "Der Traum vom Fliegen im Ruhrgebiet" Als die Kondor-Tauben in Rotthausen starteten 194 weitgehend unveröffentlichte Fotos zeigen die Entwicklung der Luftfahrt zwischen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und 1939 in dem neuen Buch "Der Traum vom Fliegen im Ruhrgebiet", das Autor Frank Radzicki am Mittwoch in der Mayerschen Buchhandlung in Gelsenkirchen vorstellte. Auch in unserer Stadt gab es vor Jahren zwei Flugplätze: in Rotthausen und im Berger Feld. Mit zahlreichen Fotos lässt der Autor die Geschichte der beiden Flugplätze lebendig werden, wobei der Platz in Rotthausen, der 1912 seinen Betrieb aufgenommen hatte, den breiteren Raum einnimmt, zumal die Kondor-Flugzeugwerke sich dort niedergelassen hatten. Auch die Industrie interessierte sich für die Fliegerei. So spendete Gustav Krupp von Bohlen und Halbach den Fliegern und Betreibern erhebliche Summen und rief die Krupp-Flugwoche ins Leben - und auch der Gelsenkirchener Fabrikant Tüschen unterstützte das Flugwesen in Rotthausen. So gefördert, entstanden nicht nur Pilotenschulen, sondern auch das Flugzeug-Unternehmen Kondor produzierte dort seine Sportflugzeuge bis 1920. Eindrucksvolle Fotos zeigen die legendären Kondor-Tauben und ermöglichen vielfältige Einblicke in die Produktionshallen der Flugzeugwerft, in der auch Jagdflugzeuge für die deutschen Luftstreitkräfte im Ersten Weltkrieg entstanden. Der Flugplatz im Berger Feld entstand 1935/36 und wurde ausschließlich von der Deutschen Luftwaffe genutzt, die zunächst eine Fliegerübungsstelle einrichtete. Autor Frank Radzicki (Jahrgang 1964) arbeitet freiberuflich als Historiker und ist ein profunder Kenner der Luftfahrtgeschichte. Das Buch ist im Sutton-Verlag erschienen, umfasst 128 Seiten und kostet 17,90 Euro. Donnerstag, 08. Juni 2006 | Quelle: Buersche Zeitung (Gelsenkirchen)
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Pioniere der Luft starten im weiten Emscherbruch Es hätte so schon sein können: Flieger starten vom Emscherbruch aus in die Welt. Vom Hertener Süden ist alles erreichbar: Ob Berlin, London oder die Kanaren - Herten als Drehscheibe im Flugverkehr? Im Jahre 1912 jedenfalls wurde hier der Traum vom Fliegen Realität. Da wurde der Flugplatz Wanne-Herten gegründet. Von Thorsten Fechtner Pfingsten 1912: Zur Eröffnung mit Hunderten von Menschen kam auch die Schwester des deutschen Kaisers, Erbprinzessin Charlotte von Sachsen-Meiningen. Sie taufte hier ein Luftschiff auf den Namen Charlotte. In Herten siedelte sich die "Erste Rheinisch-Westfälische Fliegerschule" an. Lange währte der Traum vom Fliegen nicht. Noch mitten im Ersten Weltkrieg, 1916, meldete der Flughafenbetreiber Konkurs an. Als Ausdruck der Technikbegeisterung der Zeit um 1900 gründeten sich im Ruhrgebiet Luftfahrtvereine. Die flache Gegend im Emscherbruch schien wie geschaffen für einen Flugplatz. 1912 gingen gleich drei Plätze im Revier an den Start: Neben Wanne-Herten auch Gelsenkirchen-Essen-Rotthausen sowie Neuenkamp bei Duisburg. Solche und noch mehr Geschichte können Interessierte in dem neuen Buch von Frank Radzicki finden: Bilder der Luftfahrt - Der Traum vom Fliegen im Ruhrgebiet. Darin finden sich vor allem bisher unbekannte Fotos vom Flugplatz Herten-Wanne. Frank Radzicki leitet das Essener Luftfahrtarchiv. Donnerstag, 08. Juni 2006 | Quelle: Hertener Allgemeine (Herten)
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Traum vom Fliegen auf 125 Seiten 09.06.2006 / LOKALAUSGABE / ESSEN LITERATUR / Frank Radzicki hat sein zweites Buch zu den Anfängen der Luftfahrt vorgelegt. Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten bieten Stoff für so manche abenteuerliche Geschichte. Wer wüsste das nicht besser als Frank Radzicki. Ein Jahr nach der Veröffentlichung seines Bildbandes "80 Jahre Flughafen Essen-Mülheim" legt der Essener nun sein zweites Buch zu den Anfängen der Luftfahrt vor: "Der Traum vom Fliegen im Ruhrgebiet", erschienen abermals im Sutton Verlag. Auf 125 Seiten zeichnet der Autor mit Hilfe von 194 bislang weitgehend unveröffentlichten Fotos die Anfänge Luftfahrt im Revier nach, von den ersten Ballonfahrten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis ins Jahr 1939. Den ersten Aufstieg eines Ballons in Essen erlebten neugierige Zuschauer im Jahr 1874 im Stadtgarten. Ballon-Aufstiege waren seinerzeits Attraktionen auf Jahrmärkten und Volksfesten, weiß Radzicki zu berichten und erinnert an die "legendäre Schlacht am Tivoli" 1902. Die kurzfristige Absage eines Ballonstarts sorgte unter den erwartungsvollen Gästen einer unweit der heutigen Tivoli-Straße in Stoppenberg gelegenen Gaststätte für derartige Tumulte, dass das gesamte Inventar zu Bruch ging. So manche Bruchlandung erlebten auch die ersten Gleitflieger in den Steeler Ruhrwiesen. Sicher landete hingegen 1909 der Zeppelin LZ 6 in Rüttenscheid. An das spektakuläre Ereignis erinnert heute noch eine Gedenktafel im Grugaturm. Frank Radzicki hat den Pionieren der Lüfte mit seinem Bildband ein kleines Denkmal gesetzt. Das langjährige Mitglied im Arbeitskreis der Essener Geschichtsinitiativen versteht sein Buch auch als Beitrag zur Industriekultur, waren "Otto Lilienthals Gefährten" doch im Ruhrgebiet besonders abenteuerlustig, und so mancher Flughafen sei heute leider längst vergessen. Viele Bilder stammen übrigens aus dem Nachlass von Hugo Rieth, dem bekannten Heimatforscher von der Margarethenhöhe, der in diesem Jahr gestorben ist. Ihm gilt Frank Radzickis besonderer Dank. (schy) Der Traum vom Fliegen im Ruhrgebiet. (ISDN13-: 978-3-89702-995-8), 17,90 Euro.
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