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Neuer Bildband
Was lange währt, wird gut. So wird dem Leser und Betrachter voraussichtlich im Frühsommer 2006 ein neuer Bildband zur Luftfahrtgeschichte unserer Heimat vorliegen. Eigentlich sollte dieses nun neue Werk noch vor der Veröffentlichung zum Flughafen Essen/Mülheim erscheinen. Doch das Flughafenjubiläum kam eben im positiven Sinne "dazwischen" und so mußte die Planung geändert werden. Bilder sagen doch mehr als Tausend Worte. Diese These fand nach den zahlreichen wohlgemeinten Bekundungen der Leser des Flughafen-Bildbandes ihre vielfache Bestätigung. Der neue Bildband, welcher sich hauptsächlich mit der Frühzeit der heimischen Luftfahrt befaßt, möge daran anschließen.
Jahrbuch 2006 – Mülheim an der Ruhr
Dem Luftfahrtbegeisterten Bücherfreund sei überdies noch das nunmehr zum 61. Male erschienene "Jahrbuch 2006 - Mülheim an der Ruhr" empfohlen, welches sich auf den Seiten 69 bis 94 mit verschiedenen regionalen Themen der Luftfahrt in Mülheim befaßt. Legt man die Ausgabe des Jahres 1997 vergleichsweise hinzu, worin die damaligen Verfasser einen wahren Abgesang auf den Flughafen Essen/Mülheim veröffentlichten, so erlebt man nun wie sich die Entwicklung schnell zum positiven hin wandeln kann .
Anfrage aus London
Vor einigen Monaten erhielt das Essener Luftfahrtarchiv eine Anfrage einer Filmproduktions-gesellschaft aus London/England. Diese Firma wandte sich auf Empfehlung des Luftwaffen-museums in Berlin und im Auftrage des amerikanischen "History Channel" an das Archiv. Im Rahmen einer Filmproduktion über geheime Waffen- und Rüstungsprojekte in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges suchte man dringend Bilder des Flugzeuges Heinkel He-111 Z, einer Sonderkonstruktion eines Schleppflugzeuges für Großlastensegler, zusammen- gebaut aus zwei Kampfflugzeugen des Musters Heinkel 111. Die erforderlichen Unterlagen konnten zur Verfügung gestellt werden und wurden auch vollständig für die filmische Dokumentation verwendet, was das Belegexemplar der DVD-Kopie beweist. Vielleicht wird diese Dokumentation auch einmal im Deutschen Fernsehen anzuschauen sein. Denkanstoß
Hier im Ruhrgebiet pflegt man ja ausgiebig die Industriekultur. So gedenkt man vor Ort den Stätten damaligen Schaffens und Wirkens bis hin zur völligen Verklärung zu einer vermeintlichen Arbeiterromantik. Auch die Entwicklung der Luftfahrt gehört eigentlich dazu. Gibt es öffentliche Nennungen der damaligen Flugplätze, Flugzeugfabrikationen und sonstiger luftfahrthistorisch relevanter Örtlichkeiten? Bis auf die Gedenktafel im Gruga-Turm zur Luftschifflandung im Jahre 1909 lautet die Antwort: Nein! Die Protagonisten der Industriekultur mögen hiermit angehalten sein, auch über die Einbeziehung jener Stätten in die "Route der Industriekultur" nachzudenken. Auch das gehört zu unserer Heimatgeschichte und sollte nicht in Vergessenheit geraten.
Frank Radzicki
Nachruf auf Hugo Rieth 1922 - 2006 Am Abend des 9. April 2006 ist der bekannte Essener Heimatforscher Hugo Rieth verstorben. Ich persönlich trauere um einen guten Freund und Ratgeber. „An jedem Platz ist Geschichte" pflegte er zu sagen. Seitdem ich diesen Satz von ihm gehört habe beachtete ich altes und geschichtsbehaftetes mit einer größeren Aufmerksamkeit als jemals zuvor. Mit Respekt nannte man Hugo Rieth auch „das Gedächtnis der Stadt Essen". Er kannte sich bei historischen Zusammenhängen unserer Heimat-geschichte betreffend aus wie kaum ein anderer. Neben seiner großen Liebe,der Margarethenhöhe war die Luftfahrtgeschichte ein großes Anliegen von ihm. Besonders die Ballonfahrt und die Luftschiffe der verschiedenen Bauarten übten eine immerwährende Faszination auf ihn aus. Noch am Krankenbett ließ er sich über alles informieren was die Arbeit des Essener Luftfahrtarchivs betraf. Hugo Rieth erwarb sich Verdienste und Anerkennung in den verschiedensten Bereichen. Zuletzt wurde ihm im Frühjahr 2005 der Rheinlandtaler verliehen, welchen Hugo Rieth noch im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Rathaus aus den Händen des Oberbürgermeisters Dr. Wolfgang Reiniger entgegennehmen konnte. Zu seinen letzten Veröffentlichungen gehörte der Bildband „Essen-Margarethenhöhe" und „Wegekreuze und Bildstöcke in Essen". Hugo Rieth bleibt unvergessen und ein ehrendes Andenken sei ihm gewiß. Frank Radzicki
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