|
Borbecker Beiträge Mitgliederbrief des Kultur-Historischen Vereins Borbeck e.V.
21. Jahrgang, Nr. 3 / 2005, September - Dezember
Redaktion/Layout: Andreas Koerner, Germaniastraße 249, 45355 ESSEN-BORBECK, Tel. 0201/67 95 57 oder: 88 42304 (Tel. Stadtbibliothek) 88 42302 (FAX) e-Mail: Borbeck@stadtbibliothek-essen.de Herstellung: Büro Jürgen Becker, herausgegeben vom Kultur-Historischen Verein Borbeck e.V., Weidkamp 10, 45355 ESSEN-BORBECK, Tel.: 36 43 528 Vorsitzender: Jürgen Becker, Tel./FAX 670479 Der Mindestjahresbeitrag beträgt 29,- Euro für Einzelmitglieder, 15,- Euro für Personen mit geringem Einkommen, 36,- Euro für Familien und 52,- Euro (oder gerne mehr) für Unternehmen usw. Der Jahresbeitrag schließt den regelmäßigen Bezug der „Borbecker Beiträge“ sowie die regelmäßigen Informationen über Vereinsveranstaltungen ein.
Beitragskonten: Sparkasse Essen, BLZ 360 501 05, Konto-Nummer 8 541 500 Nationalbank, BLZ 360 200 30, Konto-Nummer 369 292 Spenden sind steuerabzugsfähig
|
|
|
Borbecker Beiträge Mitgliederbrief des Kultur-Historischen Vereins Borbeck e.V.
22. Jahrgang, Nr. 1 / 2006, Januar - April
Redaktion/Layout: Andreas Koerner, Germaniastraße 249, 45355 ESSEN-BORBECK, Tel. 0201/67 95 57 oder (Stadtbibliothek): 88 42304; 88 42302 (FAX) E-Mail: andreas.koerner@stadtbibliothek-essen.de Herstellung: Büro Jürgen Becker, herausgegeben vom Kultur-Historischen Verein Borbeck e.V., Weidkamp 10, 45355 ESSEN-BORBECK, Tel.: 36 43 528 Vorsitzender: Jürgen Becker, Tel./FAX 670479 Der Mindestjahresbeitrag beträgt 29,- Euro für Einzelmitglieder, 15,- Euro für Personen mit geringem Einkommen, 36,- Euro für Familien und 52,- Euro (oder gerne mehr) für Unternehmen usw. Der Jahresbeitrag schließt den regelmäßigen Bezug der „Borbecker Beiträge“ sowie die regelmäßigen Informationen über Vereinsveranstaltungen ein.
Beitragskonten: Sparkasse Essen, BLZ 360 501 05, Konto-Nummer 8 541 500 Nationalbank, BLZ 360 200 30, Konto-Nummer 369 292 Spenden sind steuerabzugsfähig
Inhaltsverzeichnis
GrußwortS. 3 Andreas Koerner: Walter Wimmer 80 Jahre Andreas Koerner: Nachruf auf Heinz Schol Andreas Koerner: Das Wappen des Stifts Essen Andreas Koerner: Die Ritterfamilie Milendonk in Bochold u. a. Norbert Krüger: Stadtteilgeschichte und große Geschichte im Spiegel von Briefen Dörte Camara: die Häuser am SchnitterwegS. 41 GelesenS. 44 Andreas Koerner: Die Schankwirtschaft Kaldenhoff
Titelbild: Germaniaplatz mit großer Borbecker Prozession, Linolschnitt von Peter Heidutzek.
Zwei Bergbau-Gedenksteine aufgestellt
Am 8. April 2006 wurden in Essen-Schönebeck zwei Gedenksteine zur Erinnerung an die Bergbauvergangenheit enthüllt. Der erste Stein erinnert an der Schönebecker Straße 91 an die erste Durchteufung des auf dem Steinkohlengebirge lagernden stark wasserführenden Deckgebirges mit dem Schacht Franz durch den Ruhrorter Kaufmann und Unternehmer Franz Haniel. Der zweite Gedenkstein steht an der Aktienstraße 42 und erinnert an die frühere Zeche Kronprinz.
Stolpersteine am Gründonnerstag in Borbeck verlegt
Am 15. November 2005 verlegte der Künstler Gunter Demig erstmals Stolpersteine in Borbeck. Am 24. Januar 2006 setzte er seine Arbeit in Borbeck fort. Jetzt am Gründonnerstag, 13 April 2006, kam er dazu, die noch ausstehenden Stolpersteine für Borbeck zu verlegen. Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Bis heute hat er über 5500 Steine in 97 Ortschaften verlegt. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern hält er die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE... Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.
Die ersten Stolpersteine, die am 13. April verlegt wurden, kamen vor das Haus Otto-Brenner-Str. 47. Dort wohnten Gustav Lazarus und Ida Lazarus geborene Berghausen. Ida hatte in Borbeck als Fotografin gearbeitet. Es gibt noch Borbecker Familien, die alte Fotos besitzen, die vom „Atelier Berghausen“ stammen. Das Ehepaar Lazarus wurde am 21. Juli 1942 ins Konzentrationslager Theresienstadt in den Tod transportiert. Im gleichen Zugtransport waren Emma Cahn, Jettchen Cahn und Adelheid Dublon. Sie wohnten in der Haus-Berge-Straße 204. Die Schwestern Cahn hatten dort einen kleinen Laden. Drei Stolpersteine wurden vor dem Haus Rauchstraße 17 in Dellwig verlegt. Dort gab es einmal einen Metzger Seelmann. Auch die drei Schwestern Johanna Seelmann, Rosi Weinhuisen geborene Seelmann und Hildegard Gans geborene Seelmann wurden in Konzentrationslagern ermordet. Eine weitere Jüdin, die zur Ermordung deportiert wurde, hieß Adele Biesunski. Sie wohnte Weidkamp 129. Ebenso Chaim Schwarz, der in der Hafenstraße 27 wohnte. Verlegt wurden auch Stolpersteine, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollen, die aus politischen oder religiösen Gründen in die Fänge der Mörder kamen. Es handelt sich um die Kommunisten Anton Deuter, Bocholder Straße 296, Emil Guttek, Aktienstraße 160, Karl Lomberg, Altendorfer Str. 557, und Josef Bauernfeind, Altendorfer Str. 493, und die Zeugen Jehovas Theodor Hölter, Altendorfer Str. 557, und Erwin Karoos, Helenenstr. 154. Bei Eveline Wingen, die in der Neustraße 130 a wohnte und in Auschwitz umkam, ging es um eine Denunziation.
Gündonnerstag war sehr regnerisch. Herr Demnig hatte sich jedoch nicht von seiner Arbeit abhalten lassen. Es kamen Anwohner aus den Häusern, die sich für die Stolpersteine interessierten. Meistens war ihnen gar nicht mehr bekannt, wer dort gewohnt hatte. Eine junge Frau wollte ihre Großmutter fragen. Andreas Koerner
|
|