Arbeitsgemeinschaft Essener Geschichtsinitiativen
im FORUM Geschichtskultur an Ruhr und Emscher eV.

 

Aus: Die Kettwiger Museums- und Geschichtsblätter
9. Jahrgang, Nr. 63  vom 19. 01. 2005 (Kurzfassung)

Rückblick auf das Jahr 2004 

Wir hatten viel Zuspruch bei der Ausstellung zum Kriegsbeginn und Kriegsende 1939 - 1945. Nun kam aus dem Kreis unserer Mitglieder der Vorschlag, im Frühjahr 2005 an das Frühjahr 1945 mit weiterem Material zu erinnern - aber das wäre schon Vorschau.
Wir danken einigen Spendern für die Hilfe bei der Publikation der Ergebnisse, so der Neuen Ruhr-Zeitung, der Sparkasse, der Provinzial mit Herrn Dickhaus und der Landfrauenvereinigung. Das Heft ist bei uns
für 8 € erhältlich.

Die Olympiade in Athen war Anlass zu einer Ausstellung mit besonderem Hinweis auf Britta Holthaus und die deutsch-griechische Freundschaft speziell in Kettwig. Wir danken der Familie Orlowski und Voss für ausgeliehene Olympiabücher, Prof. Werner Ruhnau für Material aus der Spielstraße zur Olympiade 1972, Wolfgang Göbels für die Olympiaplakate von 1972. Die Fackelgriffe von 1936 und 1972  hatte Hans Grimberg schon länger unserm Verein geschenkt.

Beim Tag des offenen Denkmals  ging es um die Ruhr, das Trinkwasser und Abwasser. Wir besichtigten das 104-jährige Restaurantschiff THETIS, ältestes erhaltenes Schiff der Werft Thormählen (Elmshorn). Dank an Frau Elisabeth Horch und dem „Hafenchor Essen e.V.“.
Für zwei Vitrinen hatte Herr Roeder Material zur Tabakkultur ausgeliehen. Wir haben mit Pfeifen, Zigarren, Feuerzeugen, Kau- und Schnupftabak, vielfältige Genussformen zeigen können. Wir haben eine halbe Vitrine den Warnungen wie „Rauchen kann tödlich sein“ gewidmet, und auch auf uralten Zigarettenpackungen in Blech wie auch auf der Zigarrenkiste „Ludwig Erhard“ haben wir solche Warnungen vor Sucht und Gefahr entdeckt.

Vorschau auf das Jahr 2005:
Unser neues Thema im Foyer werden Landkarten und Repros von Landkarten sein. Wir werden keine wertvollen Originale aushängen, aber für alle Kettwiger werden genordete, gesüdete (?)  oder gewestete (!) Karten aufgehängt, die den Kreis Essen von ehemals, die Stadt Kettwig oder das weitere Umland zum Thema haben. Diese Karten können jederzeit werktags zwischen 8 und 16 Uhr besichtigt werden.
Die große Aufgabe kommt auf uns zu mit dem Abschluss unserer Gaststättendokumentation, die auf 46 Druckseiten und ebenso viele Bildseiten angewachsen ist, und mit einer sinnvollen Veröffentlichung der Stadtchronik von Rektor Paul Dude aus den Jahren 1940 bis 1945. Wir konnten den Text mit Ergänzungen im Stadtarchiv Essen auffinden, und das Frühjahr 2005 ist der richtige Augenblick, hiermit bekanntes und unbekanntes Material zum Jahr 1945 darzustellen. Wir werden das Tagebuch zum Kriegsende in Kettwig aus der Feder von Richard Muckermann mit einbringen.

Die Kettwiger Museums- und Geschichtsblätter
9. Jahrgang, Nr. 64  vom 08. 02. 2005

Günter Voss: Ruhrstraße (Vorträge vom 26. 01. u. 09. 02. 2005)S. 10 - 12
Ausstellung alter Landkarten                                                                 S. 16
Vitrinen: Gaststätten, Archäologie, Drengenburg 100 Jahre                  S. 18
Buch über Gaststätten / Besuch im Syrtaki am Mo. 21.2., 18 UhrS. 18
Wappen des Abtes Bernhard Bierbaum an der Mühlengrabenbrücke     S. 19
Jahreshauptversammlung Mi. 9.3.2005, 18 Uhr im Rathaus Kettwig     S. 20
Unsere Termine / Beiträge 2005: Unser Konto                                      S. 20


Der Vorträge über die  Ruhrstraße von Günter Voss am 19. 1 u. 9. 2. 2005:
Ruhrstraße-Ost: (Zusammenfassung des Vortrags vom 19.1.2005):
Die Ruhrstraße ist vermutlich die älteste Straße in Kettwig. Sie hat beachtliche Fachwerk-häuser vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Bauten um 1730 weisen auf eine wirtschaftliche Blütezeit. Auf Zerstörungen im 16./17. Jhd. ist ein Teil der Neubebauung zurückzuführen. Überliefert sind Brände in den Jahren 1586 und 1598. Unter dem „Parlament“ und unter der „Alten Apotheke“ waren Brandspuren des 17. Jahrhunderts nachzuweisen. Der Wohlstand des 18. Jhds. ist mit Hausweberei und Manufakturen zu erklären. Die Gründung der Tuchweberei Scheidt fällt in diese Zeit (1721). In der Weberliste von 1777 (vö. KÖRHOLZ 1949) erkennen wir bereits einen Rückgang der Hausweberei.

Viele Bauten sind im Kern Fachwerk, aber oft in der Fassade verputzt, verbrettert oder verschiefert. Bei einigen bemerkenswerten Fachwerkbauten, so z.B. Haus 39, sind wir überrascht, dass eine ganze Wand in Ziegel errichtet ist.
Zuwandernde Zimmerleute brachten unterschiedliche Fachwerktechniken aus ihrer jeweiligen Heimat mit. Wir fügen Ergebnisse aus dem Kellerkataster BIEKER/NELLES/POPKE 1992 ein, aus dem hervorgeht, dass die Ruhrstraße tatsächlich den ältesten Haus- und Kellerbestand hat.

Ruhrstraße-West  (Begleittext zum Vortrag am 9.2.2005):
Nach Urkataster 1821 hieß nur der Abschnitt zwischen Mühlengraben/Gracht und Kirchtreppe „Ruhrstraße“, die heutige Ruhrstraße-Ost hieß „Steinweg“. Von der Kirchtreppe bis zum Meistersweg schloss der Knüppelmarkt an, dann folgten die Peddekuhl und die Wolfshütt, und das Ende der heutigen Ruhrstraße hieß bis 1978 Essener Straße.

Unsere Kartenausstellung im Rathausfoyer
Seit dem 27. 01. 2005 hängen im Foyer vor den Museumsräumen, 1. Obergeschoss im Rathaus, täglich zugänglich von 8 bis 16 Uhr, alte Landkarten. Wir haben nur zwei Originale ausgestellt, alle andern Karten sind Kopien.

Unsere Termine :
Jeden Mittwoch ab 18 Uhr Museumstreff im Rathaus Kettwig, 1. OG, Schauraum 111
Sa 09. 04. 2005 und So 10. 4. 2005, 10 - 13 Uhr: Erinnerung an 1945; Museumsraum 111
Mi 13. 04. 2005, 18.30 Uhr,  Michael Wehner über Akten Paul Dude im Stadtarchiv
Sa 16. und So 17. 04.  2005, Erinnerung an 1945 in Kettwig vor der Brücke
Mi 27. 04. 2005 und 11. 05. 2005, Michael Wehner über Akten im Stadtarchiv
Mi 18. 05. 2005, 18.30 Uhr im Ratssaal: Dr. Werner Sitzler über die „Straße der Romanik“ (Sa.-Anhalt)

Die Museumsfreunde empfehlen ab 19. März 2005 folgendes Besichtigungsprogramm für die kombinierte Ausstellung:

KRONE und SCHLEIER (Essen / Bonn):
Im Ruhrlandmuseum Essen sind Besichtigungen ab Sa 19. 03. 2005, 10.oo Uhr möglich für Einzelpersonen (4,50 €) Di - So 10 – 18 Uhr, Fr bis 24 Uhr
und für Gruppen ab 10 Personen Di - Fr 10 – 18 Uhr.
Gruppen sollten angemeldet sein unter 0201-88-45200. Sie werden so leichter eingelassen. Geführte Gruppen zahlen zum Eintritt 40 €.

Tagesfahrt zur Ausstellung in Bonn, Bundeskunsthalle:
Angebot für Busfahrt, Gruppeneintritt und Führung ab Essen mit Kunstring Folkwang kostet p.Person 43 €, Anm. 0201-88-45102 und findet statt am Di 24. Mai 2005, Di 07. Juni und Mi 15. Juni 2005, jeweils 9 Uhr.

Konzerte im Essener Dom:
„Essener Osterspiel“   am Sa 02. April 2005, 20 Uhr (8 €)
                                       am So 03. April 2005, 20 Uhr  (8 €)
„Hildegard v. Bingen“ am So 12. Juni 2005, 20 Uhr (8 €)

Konzert im Ruhrlandmuseum, Foyer:
„vox nostra“ (Laudes) am Fr 17. Juni 2005, 18 Uhr (Eintritt frei)

Vorträge im Ruhrlandmuseum
Zum „Essener Osterspiel“ am Fr 08. April 2005, 20 Uhr  (Eintritt frei)
Zu „Frauen und Kunst“    am Fr 13. Mai 2005, 20 Uhr   (Eintritt frei)
Zu „Essener Marsus-Schrein“ am Fr 24. Juni 2005, 20 Uhr  (Eintritt frei)

Wir planen eine Fahrt zum Museum Kurhaus Kleve,
Dauerausstellung u.a. Skulpturen von Ewald Mataré, Stephan Balkenhol und anderen. Bis 2006 ist dort die Sonderausstellung
„Das Rijksmuseum in Deutschland – Meisterwerke mittelalterlicher Skulptur.“ Offen Di – So 11 – 17 Uhr, Eintritt 3,50 €.
Info: www.museumkurhaus.de