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Arbeitsgemeinschaft Essener Geschichtsinitiativen |
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Steeler Foto-, Dokumenten- und Zeitungsarchiv |
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Info Nr. 2 September 1997 Manfred Hensing, gebürtiger Steeler und Hobbyfotograf, hat einen Fundus von über 20.000 Fotos aus dem historischen Stadtteil Steele. Die älteren Fotos aus der Jahrhundertwende stammen aus seinem Heimatarchiv, das er vom Herausgeber des Essener Stadtanzeigers, Fritz W. Deger, nach dessen Tod erhielt. In Steele zwischen Grendplatz und Ruhrbrücke, im Haus Litt geboren, war Manfred Hensing schon als Kind mit seiner ersten Kamera, einer Box, ständig auf Bildersuche. 1959 zog er von Steele nach Essen, doch auch dort blieb die - jetzt schon modernere Kamera - nicht in der Schublade. Immer war der gelernte Maurerpolier Manfred Hensing mit der Kamera auf Motivsuche. Alles, was sich in seiner Umgebung veränderte, bannte der Hobbyfotograf auf Zelluloid. ”So entstanden im Laufe der Jahre ganze Bilderserien über das Verschwinden von großen alten Kaufhausgebäuden, von Plätzen und Straßenzügen”, erzählt Manfred Hensing. Seine Bildserien stellte Hensing schon früher in der Öffentlichkeit aus, wobei er den Herausgeber des Stadtanzeigers kennenlernte. Durch gemeinsame Arbeiten und Interessen bahnte sich eine langjährige Freundschaft an. Nach Degers Tod erhielt Hensing ein umfangreiches Heimatarchiv und die gebundenen Ausgaben des Essener Stadtanzeigers. Zudem beschreibt eine Sammlung von Zeitungsausschnitten Steele von der ersten Erwähnung bis zur Fertigstellung der letzten Sanierung. "Mit Hilfe dieser Ausschnittsammlung" so Manfred Hensing, "können Fotos ohne Datum richtig datiert und eingeordnet werden." Viele haben dem Hobbyfotografen beim Ausbau seines Bildarchivs geholfen. So erhielt er die gesamte Sammlung vom Optiker Kaufmann, einem früheren Mitarbeiter der Steeler Heimatzeitung. Margarete Schmidt aus Bergerhausen überließ Hensing ihr Filmmaterial von den Feierlichkeiten 1938 zur 1000 Jahr-Feier von Steele. Aber auch Gedichte und Erzählungen von Fritz Schare sind fast lückenlos in Hensings Archiv vorhanden. Seine teuersten Schätze sind etwa 500 Steeler Postkarten von denen einige einen Poststempel von 1896-98 oder 1900 haben. Der Hobbyfotograf wünscht sich, daß in Steele wie auch in anderen Stadtteilen ein eigenes Heimatarchiv angelegt wird. Denn von seinem umfangreichen Bildmaterial sollen auch andere profitieren können. Deshalb steht er bei Arbeiten zur Geschichte des Stadtteils mit seinem Archiv gern zur Verfügung. (Auszug aus WAZ, Januar 1996)
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