Arbeitsgemeinschaft Essener Geschichtsinitiativen
im FORUM Geschichtskultur an Ruhr und Emscher eV.

 


Mitgliederversammlung des Forums Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.
20. April 2007, ab 17.30 Uhr, Beginn der Führung: 16.00 Uhr

Die diesjährige Jahresmitgliederversammlung des Forums Geschichtskultur findet am Freitag, dem 20. April, um 17.30 Uhr auf Zollverein statt. Vorab haben die Mitglieder Gelegenheit, um 16.00 Uhr an einer Führung durch die Kohlenwäsche unter der Leitung von Ulrich Borsdorf und Thorsten Seifert teilzunehmen. Im Anschluss an unsere Sitzung kann, wer mag und noch ein wenig Zeit hat, den Film "Kanalkröpper" von Michael Maas sehen. Dieser wurde Ende 2006 beim 14. Festival für Video und Film "Blicke aus dem Ruhrgebiet" mit dem von der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur und vom Forum Geschichtskultur gestifteten "Rückblende. Geschichtskultur-Preis" ausgezeichnet. Um Anmeldung wird gebeten: 0231/931122-90.

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Ordensburg Vogelsang und deutsch-belgische Grenzgeschichte  im 20. Jahrhundert
Samstag, 19. Mai 2007, 8 bis ca. 21 Uhr

Diese Tagesexkursion führt am Vormittag zu der ehemaligen Ausbildungsstätte für Führungsfunktionäre der „Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei“. Bis 1941 wurde diese monumental anmutende Architektur, die einzige Landschafts-architektur des Dritten Reiches, errichtet. Die Ordensburg Vogelsang ist bis heute weitgehend authentisch erhalten. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Areal militärisch genutzt: zuerst von den Briten, ab 1950 von der belgischen Armee. Inzwischen liegt das Bauensemble im Herzen des 2004 gegründeten Nationalparks Eifel, des ersten Großschutzgebietes dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Der Journalist, Autor und Redakteure der Internetseite www.lernort-vogelsang.de Franz Albert Heinen führt uns durch Architektur und Geschichte der Anlage.
 

Die Ordensburg Vogelsang aus der Luft

Am Nachmittag werden Schauplätze deutsch-belgischer Grenz-Geschichte(n) angefahren. Dr. Herbert Ruland erwartet die Gruppe am deutsch-belgischen Grenzübergang „Köpfchen“ mit Resten der unter Denkmalschutz stehenden Höckerlinie des Westwalls. Von dort aus geht es weit zu dem Zivilistenfriedhof aus dem 1. Weltkrieg in Melen bei Herve, auf dem, wie auf zahlreichen belgischen Friedhöfen im Grenzbereich, an die von den deutschen Soldaten ermordeten zivilen Dorfbewohner erinnert wird. Im Herveland befindet sich der bereits 1944 errichtete US-Amerikanische Soldaten-friedhof Henri-Chapelle, auf dem heute noch die Überreste gefallener US-amerikanischer Soldaten beigesetzt werden. Das Eisenbahnviadukt in Moresnet-Village, einem der längsten noch in Betrieb befindlichen in Europa, erinnert wiederum an den Krieg 1914-1918: Er wurde 1916 unter der deutschen Besatzung von russischen Zwangsarbeitern erbaut. Den Abschluss dieser Exkursion bildet die Besichtigung des Kalvarienbergs in Moresnet-Chapelle mit dem Grab des Pater Bentimoleus, einer von zahlreichen, weitgehend unbekannt gebliebenen Flüchtlings-helfern im 2. Weltkrieg.

ABLAUF

8.00 h
Abfahrt in Essen, Hbf
10.00 – 13.00 h
Führung / Besichtigung Areal Ordensburg Vogelsang mit Franz Albert Heinen
13.00 - 14.00 h
Mittagspause im Hotel Seemöwe am Obersee der Rurtalsperre
15.00 - 18.30 h
Deutsch-belgische Grenzgeschichte im 20. Jahrhundert mit Dr. Herbert Ruland (inkl. Kaffeetrinken in Moresnet)
ca. 21.00 h
Ankunft in Essen

Veranstalter: Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.
Vorbereitung: Susanne Abeck

Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis zum 1. Mai 2007 schriftlich an:
Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.: forum@geschichtskultur-ruhr.de, fax: 0231/931122-10. Ihre Anmeldung ist erst mit Überweisung des Teilnahmebeitrags verbindlich: Forum Geschichtskultur • Sparkasse Essen • BLZ 360 501 05 • Konto-Nr. 0008381410 • Stichwort „Belgien“
Rückfragen:0231/931122-90
Kostenbeitrag: 45 Euro, 40 Euro für Forum-Mitglieder (In der Teilnahmegebühr sind die Busfahrt, der Eintritt, die Führungsentgelte sowie das Kaffeetrinken am Nachmittag enthalten).
Treffpunkt: Bushaltestreifen am Südausgang des Essener Hauptbahnhofs
Start: 8 h; Ende: ca. 21 h
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Exkursion nur mit einer Teilnehmer-Innenzahl von 20 Personen stattfinden kann.

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Industriekultur und Strukturwandel in Sachsen – eine Exkursion
(Bildungsurlaub 3 Tage) nach Freiberg, Chemnitz und in das Erzgebirge
3. bis 7. Juni 2007

Sachsen war immer ein Zentrum industrieller Entwicklung in Deutschland und ein Kernland der deutschen Arbeiterbewegung. Dies hat verschiedene historische Gründe, unter anderem auch die bis ins Mittelalter und in die frühe Neuzeit zurückreichende Bergbautradition des Erzgebirges. So zählt Sachsen heute mehr als 20.000 technische Denkmale und verzeichnet einen umfassenden Verbund an Industriemuseen. Vor diesem Hintergrund ist eine Initiative zu verstehen, die versucht, grenzübergreifend die Montanregion Erzgebirge zum Weltkulturerbe erklären zu lassen.
Wir werden nach Freiberg fahren, der ältesten und bedeutendsten Silberbergbaustadt Sachsens, um Schaubergwerke, das Bergbaumuseum sowie die TU-Bergakademie – und dort den Mitinitiator der genannten Initiative - kennen zu lernen und mit Mitarbeitern des Studienganges Industriearchäologie zu sprechen. Eine Exkursion führt durch das Erzgebirge zu verschiedenen Zeugnissen der Bergbaugeschichte, unter anderem zu der ehemaligen Zinn- und Silbergrube Ehrenfriedersdorf.
Das industrielle Herz Sachsens schlug in und um Chemnitz: Hier wurden z. B. Automobile (Auto-Union, Horch, Maybach) und Textilmaschinen hergestellt. Auch in der DDR behielt die Stadt – unter dem Namen Karl-Marx-Stadt – ihre Bedeutung als Zentrum des Maschinenbaues. Daher werden wir auch das Industriemuseum Chemnitz besichtigen und mit den dortigen MitarbeiterInnen über die Präsentation und die museologische Arbeit sprechen. Zudem befassen wir uns mit der Wirtschafts- und Sozialgeschichte der DDR und werden im Gespräch mit Repräsentanten der kommunalen Verwaltung und Politik die Probleme der politischen und ökonomischen Transformation nach 1989 thematisieren.

Das ausführliche Programm finden Sie im Internet unter www.geschichtskultur-ruhr.de oder erhalten es auf telefonische Anfrage: Dr. Paul Ciupke, Tel: 0201-227982 Fax: 0201-235505

Kosten: 360 €, darin eingeschl. Unterkunft/4 Nächte mit Frühstück im DZ, Transfer mit Reisebus von Essen/Dortmund nach Freiberg und zurück, 2 Abendessen, Transfers u. Eintritte vor Ort, EZ-Zuschlag: 75 €
Veranstalter: Bildungswerk der Humanistischen Union NRW, Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher und Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
Leitung der Veranstaltung: Susanne Abeck, Dr. Paul Ciupke, Claus Stiens
Anmeldungen: bis spätestens 1. Mai 2007.

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Werkstatt "Geschichtsarbeit und historisch-politisches Lernen zum Nationalsozialismus"
22. bis 24. November 2007 in Bonn
(mit einer Exkursion zur ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang)

Die jährliche Werkstatt-Tagung bietet praxis- und methodenorientierten Workshops, einen Erfahrungsaustausch und Gelegenheit zur Vernetzung all der Institutionen und Initiativen, die lokal und regional mit Geschichtsarbeit zum Nationalsozialismus befasst sind.
Dazu treten die kollegiale Debatte über Ausstellungen (hier die der Bonner Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus) sowie Diskussionsanstöße aus der Forschung – diesmal mit einer Exkursion zur ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang und Workshops zum künftigen Umgang mit diesem Ort sowie Vorträgen über NS.-Erziehungskonzepte und den Holocaust als „Generationenobjekt“. Eine Projektebörse bietet die Möglichkeit, Kurzskizzen aus der eigenen Arbeit zur Debatte zu stellen.
Eingeladen sind vor allem (haupt- und ehrenamtliche) MitarbeiterInnen von Gedenkstätten, Geschichtswerkstätten und Geschichtsvereinen, Lehrerinnen und Lehrer, Erwachsenenbildner, Archivare und Stadthistoriker.
Veranstalter sind das Bildungswerk der Humanistischen Union, der Arbeitskreis NS-Gedenkstätten NRW, das Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher  in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Bonn. Das genaue Programm kann ab Juni bei den Veranstaltern angefordert werden:
www.hu-bildungswerk.de oder www.geschichtskultur-ruhr.de

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Auf der Suche nach dem blauen Hirsch
Eine Exkursion zu der Europäischen Kulturhauptstadt 2007
28. bis 30. September 2007

In Kooperation mit der Volkshochschule Essen plant das Forum Geschichtskultur eine dreitägige Exkursion zu der westeuropäischen Kulturhauptstadt 2007, an der sich neben der Stadt Luxemburg und dem Großherzogtum auch die angrenzenden Regionen, d.h. Rheinland-Pfalz und Saarland, Lothringen sowie die französisch- und deutschsprachigen Gemeinschaften Belgiens beteiligen – also fünf Regionen in vier europäischen Ländern mit drei verschiedenen Landesprachen. Dabei hat jeder dieser Partner einen spezifischen Schwerpunkt gewählt:
·Rheinland-Pfalz große europäische Persönlichkeiten
·Luxemburg das Thema Migrationen
·das Saarland die Industrie als Kulturerbe
·Lothringen Kultur und Erinnerung.
 

Der blaue Hirsch – Logo der Kulturhauptstadt 2007

Unser Programm sieht die Unterkunft in Trier vor und nach einer Einführung die Besichtigung der sich insgesamt an vier Orten präsentierenden großen Ausstellung „Konstantin der Große“ im Rheinischen Landesmuseum. Im Anschluss wird „Trier und seine historische Bürde“ bei einem Stadtgang unser Thema sein, da Trier nicht weniger als zehn (!) Welterbestätten sein eigen nennt. Am zweiten Tag führt die Tour zuerst in den Süden Luxemburgs, wo in dem stillgelegten Stahlwerk Dudelange die Migrationsausstellung „Retour de Babel“ zu sehen ist. Am Mittag geht es weiter nach Luxemburg-Stadt, wo wir sowohl mit dem (eigenen, angemieteten) Bus als auch zu Fuß eine Führung erhalten werden, um einen Eindruck der 1000-jährigen, internationalen Hauptstadt mit ihrem kontrastreichen Flair zu gewinnen. Aufgrund ihrer zahlreichen wirtschaftlichen, sprachlichen und kulturellen Facetten gilt sie als Europastadt par excellence. Da an diesem Tag das große Herbstfest in Luxemburg stattfindet – das Programm verspricht „Überraschendes auf Schritt und Tritt“ – wird der Spätnachmittag und der Abend der freien und individuellen Gestaltung überlassen. An dem Sonntag steht die Industriekultur im Fokus, mit Besichtigung der Völklinger Hütte am Vormittag und der Carreau Wendel in Petite-Rosselle am Nachmittag, das größte Bergwerksgelände Frankreichs.
Die Teilnahmegebühr für diese dreitätigen Exkursion wird bei rund 300 Euro pro Person liegen. Darin enthalten sind die Fahrt mit dem Bus, die Unterkunft in einem Doppelzimmer mit Frühstück sowie Führungsentgelte und Eintritte.

As ausführliche Programm wird im Mai fertig gestellt und auf unserer Homepage abrufbar sein: www.geschichtskultur-ruhr.de
Gerne schicken wir Ihnen das Programm dann auch auf Anfrage zu: 0231/931122-90.