Arbeitsgemeinschaft Essener Geschichtsinitiativen
im FORUM Geschichtskultur an Ruhr und Emscher eV.

 

Veranstaltungen des Forums Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.


Herbstausgabe der Zeitschrift FORUM Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur: „Kampf im Ruhrgebiet“

Arbeitskämpfe im Ruhrgebiet
Wahlkämpfe seit 1945
Ruhrkampf
„Wenn es an der Ruhr brennt …“
„Heimatfront“ und „Endkampf“
Frauenkämpfe im Ruhrgebiet
Friedens-Karawane gegen Wiederbewaffnung
Engagement für Industriedenkmale
„Kampf“ im Sport


Werkstatt „Geschichtsarbeit und historisch-politisches Lernen zum Nationalsozialismus“
16. bis 18. November 2006 in Gelsenkirchen

Wie in den Jahren zuvor laden das Bildungswerk der Humanistischen Union, der Arbeitskreis NS-Gedenkstätten NRW und das Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher zu einer Werkstatt-Tagung ein. Diese abwechslungsreiche und interessante Veranstaltung bietet praxis- und methodenorientierte Workshops, einen Erfahrungsaustausch und Vernetzungsangebote für all die Institutionen und Initiativen, die lokal und regional mit Geschichtsarbeit zum Nationalsozialismus befasst sind, sowie Berichte über aktuelle Ausstellungen und Projekte. Hinzu kommen Diskussionsanstöße aus der Forschung - diesmal u. a. mit Vorträgen über das Thema "Sport und Nationalsozialismus" und die Fragen, die sich für historisch-politisches Lernen mit dem wachsenden Abstand zur Realgeschichte des Nationalsozialismus, mit der Veränderung der Lerngruppen (etwa durch Einwanderungsprozesse) und sich weitenden Perspektiven auf transnationale Geschichtsdiskurse stellen. Eingeladen sind vor allem (haupt- und ehrenamtliche) MitarbeiterInnen von Gedenkstätten, Geschichtswerkstätten und Geschichtsvereinen, Lehrerinnen und Lehrer, Erwachsenenbildner, Archivare und Stadthistoriker.


Programm

Donnerstag, 16. November 2006

Anreise bis ca. 15.00 Uhr, Einchecken im Tagungshotel "Lichthof"
16.00-16.30 Uhr:
Begrüßung und Einführung im Institut für Stadtgeschichte, Wissenschaftspark Gelsenkirchen
16.30-18.00 Uhr: "Sport und Nationalsozialismus in der lokalen Erinnerungskultur - Das Beispiel Schalke 04" Vortrag von Prof. Dr. Stefan Goch (Institut für Stadtgeschichte)
18.30 Uhr: Abendimbiss
20.15 Uhr: Führung durch die Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus", Gespräch über die Forschungs- und Bildungsarbeit der Dokumentationsstätte (Prof. Dr. Stefan Goch, Birgit Klein)

Freitag, 17. November 2006

9.00-9.30 Uhr: Vorstellung der nachfolgenden Workshops
9.30-13.00 Uhr Workshops zu den Themen
 Populäre Medien und Geschichtsbilder von Jugendlichen. Exemplarische Analysen - Mit Michael Sturm M.A. (Universität Leipzig), Renate Höllwart und Ines Gartnitschnig (beide Büro trafo.K, Wien)- Moderation: Prof. Dr. Alfons Kenkmann (Universität Leipzig/Geschichtsort Villa ten Hompel)
 "Rettungswiderstand" - was kann in Städten und Regionen Nordrhein-Westfalens zu seiner Erforschung und Ehrung getan werden? Mit Frank Homberg M.A. (Wuppertal) und Christoph Spieker (Geschichtsort Villa ten Hompel, Münster) - Moderation: Dr. Ulrike Schrader (Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal)
 Ein Täter-Nachlass und wie man damit umgehen kann - persönliche und professionelle Perspektiven - Mit Kerstin Engelhardt und Torsten Baensch (Berlin) - Moderation: Dr. Norbert Reichling (Bildungswerk der HU)
15.00-16.30 Uhr:
Werkstattgespräch "Modernisierung von Gedenkstätten und Ausstellungen zur Geschichte des Nationalsozialismus - Anforderungen und Probleme" mit Angela Genger (Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf), Clemens Heinrichs (Gedenkhalle Oberhausen), Dr. Michael Zimmermann (Dezernat für Bildung und Kultur Essen) - Moderation: Prof. Dr. Alfons Kenkmann / Dr. Norbert Reichling
17.00-19.00 Uhr:
Projektebörse - Pläne, Kurzberichte und Nachrichten aus Vereinen, Gedenkstätten, Initiativen und Geschichtswerkstätten
19.00 Uhr: Abendessen

Samstag, 18.11.2006

9.30-11.00 Uhr:
Bundesdeutsche Erinnerungskulturen im Wandel der Generationen seit 1945 - Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Reulecke (Universität Gießen) und Diskussion
11.30-13.00 Uhr:
Erinnerungsprozesse in der postkolonialen Einwanderungsgesellschaft - Perspektiven für die historisch-politische Bildung - Vortrag von Dr. Astrid Messerschmidt (TU Darmstadt) und Diskussion

Rückfragen und schriftliche Anmeldungen bitte an:
Bildungswerk der Humanistischen Union
Dr. Paul Ciupke, Dr. Norbert Reichling
Kronprinzenstr.15, 45128 Essen,
Tel. 0201 - 22 79 82, Fax 0201 - 23 55 05,
Mail: buero@hu-bildungswerk.de, Internet: www.hu-bildungswerk.de

Teilnahmebeitrag (einschließlich Übernachtung und Verpflegung): 90 Euro im Einzelzimmer, für Arbeitslose und StudentInnen 45 Euro; bei Teilnahme ohne Übernachtung 45 Euro

Veranstalter:
Bildungswerk der Humanistischen Union
Arbeitskreis NS-Gedenkstätten NRW
Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher
- in Zusammenarbeit mit dem Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen und mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung NRW.



Re-Visionen: Lokale und regionale historische Frauen- und Genderforschung im Ruhrgebiet
9. Februar 2007

Das Feld der historischen Frauen- und Geschlechterforschung im Ruhrgebiet ist derzeit unübersichtlich. Eine reale oder virtuelle Anlaufstelle für diejenigen, die sich einen diesbezüglichen Überblick verschaffen möchten, gibt es nicht. Und so arbeiten Frauen an zahlreichen Universitäten, Museen, Archiven, Volkshochschulen, Gewerkschaften und Kirchen zu Themen der Frauen- und Gendergeschichte, oftmals ohne von einander Kenntnis zu haben.
Die Tagung am 9. Februar 2007, die vom Forum Geschichtskultur in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle des Regionalverbandes Ruhrgebiet veranstaltet wird, sollsoll mit Ausführungen von Expertinnen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen einen Gesamteindruck davon vermitteln, wer zu welchen Themen gearbeitet hat bzw. aktuell arbeitet. Das Treffen soll jedoch über einen reinen Informationsaustausch hinaus gehen, indem zugleich die Frage diskutiert wird, in welcher Form Frauen- und Gendergeschichte in die Kulturhauptstadt-Planungen für 2010 eingebunden sind und welche Projektideen dafür entwickelt werden könnten. Dabei werden auch die Vorüberlegungen des Forums Geschichtskultur vorgestellt.
Ihre Teilnahme haben unter anderen bereits zugesagt: Prof. Dr. Ilse Lenz (Geschlechter- und Sozialstrukturforschung an der Ruhr-Universität Bochum; Netzwerk Frauenforschung NRW), Dr. Julia Paulus vom Westfälischen Institut für Regionalgeschichte, Münster (Koordinatorin der Regionalgruppe NRW des Arbeitskreises Historische Frauen- und Geschlechterforschung und als Referentin des Bereichs historische Frauenforschung/Geschlechtergeschichte des WIR), Dr. Dagmar Kift (Westfälisches Industriemuseum), Monika Engel (Referat Politische Bildung vom Landesverband der Volkshochschulen) und Martina Droettboom (Frauenbüro der Evangelischen Landeskirche von Westfalen).
Die Tagung wird von 10 bis 16 Uhr im Plenarsaal des RVR in der Kronprinzenstraße in Essen stattfinden; die Teilnahmegebühr 20,00 Euro betragen. Interessierten senden wir gerne das fertige Programm ab Mitte November zu, das Sie dann auch im Internet unter www.geschichtskultur-ruhr.de finden. Nachfragen an: forum@geschichtskultur-ruhr.de oder 0231/93112290.



Exkursion zu „Der Ort: 750 Jahre Kloster Gravenhorst“
17. März 2007

Anlass, nach Hörstel in den Kreis Steinfurt zu fahren, ist die Tatsache, dass Uta C. Schmidt, Gründungs- und seit der vorigen Jahresmitgliederversammlung erneutes Vorstandsmitglied des Forums Geschichtskultur, die historische Ausstellung „Der Ort: 750 Jahre Kloster Gravenhorst“ in dem Kunsthaus und ehemaligen Kloster kuratiert hat.
In Erinnerung an die Klostergründung vor 750 Jahren zeigt die historische Ausstellung zum ersten Mal Überreste der wechselvollen Geschichte des Ortes aus Museen, Kirchenkammern, Archiven, lokalen Überlieferungen und privaten Sammlungen. Jede Zeit hat eine je eigene Nutzung der Anlage hervorgebracht. Davon umfasst die sakrale Epoche als Frauenkloster mit nahezu 550 Jahren die größte Zeitspanne. Die Jubiläumsausstellung beginnt mit der religiösen Bestimmung des Ortes, zeigt, wie sich im Laufe der Jahre zwischen Himmel und Erde Alltag und Andacht, Leben und Überleben gestaltete, welchen Stellenwert Gebet, Wissen und Bildung einnahmen, wie die Klosterschwestern um den Erhalt ihrer Lebensform kämpften. Im Zeitalter der Säkularisation machte sich Gravenhorst auf den Weg in die Industrialisierung und fundierte damit ein weiteres Jubiläum: das 200jährige Bestehen Gravenhorsts als Hütten- und Gießereistandort. Gravenhorsts Aneignung durch die Bevölkerung unter dem Nationalsozialismus ist ebenso Thema wie seine Bedeutung in der Zusammenbruch- und Wiederaufbaugesellschaft. Mit der Champignonzucht der Familie Meyer manifestierte sich der bundesrepublikanische Weg in die Konsumgesellschaft. Mit seiner Transformation in ein Denkmal und den Maßnahmen zur Rettung als kulturelles Erbe repräsentiert es ein gestiegenes Bedürfnis zur Vergangenheitsvergegenwärtigung, das unsere gegenwärtige Epoche auszuzeichnen scheint.

Die Exkursion findet am Samstag, dem 17 März 2007, von 12 bis ca. 20 Uhr statt. Start- und Zielort ist der Essener Hauptbahnhof, wo wir gemeinsam mit einem Bus nach Hörstel fahren werden. In der Teilnahmegebühr in Höhe von 25,00 Euro sind die Busfahrt, der Eintritt sowie das Führungsentgelt enthalten. Im Kloster selber gibt es die Möglichkeit, im Klostercafé Gravenhorst Mittag zu essen. Schriftliche Anmeldung bitte bis zum 1. März 2007 beim Forum Geschichtskultur (fax: 0231/931122-10, forum@geschichtskultur-ruhr.de).

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der ÖAG Arbeit und Leben Gelsenkirchen (DGB/VHS) statt.