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Jahresmitgliederversammlung des Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. mit vorhergehender Führung durch Techniker der "Endlösung" am 28. April 2006.
Die Führung beginnt um 16 Uhr, die Versammlung um 18 Uhr. Treffpunkt am Nachmittag ist das Foyer des Museumszentrums. Die Versammlung findet in der Museumsbibliothek statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Ort: Ruhrlandmuseum Essen, Goethestraße 41, Essen-Rüttenscheid Infos: 0231 / 931122-90
"Die Lausitz schafft Weitblick" - Besichtigung einer Landschafts-verwandlung. Eine Exkursion zur IBA Fürst-Pückler-Land in der Lausitz 21. - 25. Mai 2006
Von 2000 bis 2010 findet im Süden Brandenburgs, in der Lausitz, die Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land statt. Dort, wo der Braunkohlebergbau das Unterste zu oberst kehrte und die Energie-, Eisen-, Ziegel-, Glas- und Textilindustrie Einzug hielt und für einen enormen Bevölkerungszustrom sowie materiellen und kulturellen Reichtum sorgte, werden heute mit 24 Projekten, die in so genannten acht Landschaftsinseln und einer Europainsel eingebettet sind, Impulse für den notwendigen Strukturwandel gesetzt. Von 1989 bis 1999 war es die IBA Emscher Park, die sich erstmals der Umstrukturierung einer ganzen Region widmete, der Emscherregion hier im Ruhrgebiet. Ihren Ansatz, einen neuen Typus von Kulturlandschaft zu schaffen, greift die IBA Fürst-Pückler-Land auf und stellt das Thema
"Landschaft" in den Mittelpunkt. Wo sich einst das Energiezentrum der DDR befand, trifft man inzwischen auf die größte Landschaftsbaustelle Europas: Hier werden Berge versetzt und neue Seen geschaffen. Teil dieses Wandlungsprozesses sind Industriebauten, Bergbaugeräte, Werkssiedlungen und großflächige Industrieareale, für die neue Bestimmungen gefunden werden sollen. Namensgeber der IBA Fürst-Pückler-Land ist der schillernde, 1785 geborene Adelige Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Er hat mit seinen Landschaftsgärten in Bad Muskau und Branitz vielbeachtete Meisterwerke der Gartenkunst geschaffen, die bis heute international geachtet sind. Nicht weniger als dreißig Jahre arbeitete er an dem Park-Kunstwerk Muskau. Seit 2004 ist der Park in die Weltkulturerbe-Liste der Unesco aufgenommen worden, durch den sich der deutsch-polnische Grenzverlauf zieht. Dies und noch einiges mehr wollen wir bei einer Exkursion vom 21. bis zum 25. Mai 2006 in der Lausitz in Augenschein nehmen. Tagesexkursionen mit dem Bus werden uns zu verschiedenen Orten, Themen und Landschaftsinseln führen. Im Gespräch mit dem Leiter der IBA Fürst-Pückler-Land, Herrn Professor Kuhn, sowie weiteren kompetenten AnsprechpartnerInnen aus den Fachbereichen Stadtteilmanagement, Industriearchäologie u. a., interessiert uns, unter welcher Zielvorgabe die von der Montanindustrie geprägte Landschaft umgebaut, verändert und für eine breite Öffentlichkeit interessant gemacht wird, welche Schritte dafür erforderlich und mit welchen Kostenpunkten dies verbunden ist. Da die Bauausstellung sich im sechsten Jahr ihrer Laufzeit befindet, kann bereits auf (Fehl)-Entwicklungen, veränderte Perspektiven, erfolgreiche Kooperationen und die Resonanz sowohl innerhalb der Lausitzer Bevölkerung wie auch des nationalen und internationalen (Fach-)Publikums zurückgeblickt und mit den Erfahrungen im Ruhrgebiet verglichen werden.
Kosten: 260 Euro, darin eingeschlossen Unterkunft/4 Nächte mit Frühstück im DZ, Sorat-Hotel Cottbus (Vier Sterne), Transfer mit Reisebus von Essen/Dortmund nach Cottbus und zurück, Transfers und Eintritte vor Ort, Abendessen am ersten Tag; EZ-Zuschlag: 70 Euro Leitung der Veranstaltung: Susanne Abeck, Dr. Paul Ciupke, Claus Stiens Veranstalter: Bildungswerk der Humanistischen Union NRW, Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher, Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
Das Programm entnehmen Sie bitte unserer Website www.geschichtskultur-ruhr.de. Gerne schicken wir Ihnen auf Anfrage das ausführliche Programm zu. Orte der Leidenschaft
Nur kurz möchten wir an dieser Stelle auf die für einen Freitagnachmittag im September geplante Exkursion zu ausgewählten Fußballstadien hinweisen. Sie wird unter der Leitung von Ralf Piorr und unter Beteiligung von Stefan Goch zu Stadien führen, die in der Geschichte des Ruhrgebietsfußballs eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben: geplant sind derzeit die Besichtigung der Glückauf-Kampfbahn in Gelsenkirchen, Lindenbruch in Katernberg, das MSV-Stadion sowie Duisburg-Hochfeld, SV 08. Das Ganze gepaart mit Insiderwissen von Zeitzeugen und Hintermännern soll sich dieser Nachmittag den in den Jahren zuvor durchgeführten Ortsbesichtigungen im gesamten Ruhrgebiet anschließen, zuletzt 2005 zu ausgewählten Bahnhöfen in der Region. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte ab Juni unserer Website www.geschichtskultur-ruhr.de. Gerne schicken wir Ihnen das Programm auf Anfrage dann auch zu.
Aufruf zur Beteiligung am "Tag der Geschichtskreise im Ruhrgebiet"
Termin: Samstag, 23. September 2006
Angesichts der Stilllegungen von Zechen und des Verschwindens von traditionellen Bergbau-strukturen im Ruhrgebiet. stellt sich die Frage nach der Zukunft der Bergbaugeschichte Wir wollen daher einen "Tag der Geschichtskreise" durchführen, bei dem dieser Frage nachgegangen wird, interessierte Laien und Profis zusammenkommen, sich austauschen, Kontakte knüpfen und wenn möglich neue Geschichtskreise fördern und unterstützen.
An diesem Tag wollen wir die Arbeit der bestehenden Geschichtskreise in einem größeren Rahmen präsentieren, einen Blick über den Zaun werfen, Kontakte zwischen den Geschichtskreisen stärken und Verbindungen zu Profis ausbauen, um neue Ideen zu fördern und die Zukunft der Bergbaugeschichte in die Hand zu nehmen.
Wir wollen damit auch die Außenwirkung des ehrenamtlichen Engagements aller Geschichtskreise verbessern und und die Nachwuchsarbeit unterstützen. Der Tag der Geschichte soll einen breiten Austausch zu den gestellten Fragen ermöglichen und dabei konkret folgende Aspekte beinhalten: - Austausch zu begangenen und zukünftigen Wegen und Formen erlebbarer und erinnernder Geschichte rund um den Pütt und seine Menschen. - Zusammenführung unterschiedlichster Initiativen, die sich mit der Geschichte des Ruhrkohlen-bergbaus auf verschiedene Art und Weise beschäftigen. - Erfahrungsweitergabe und Anregung zur Erhaltung und Bearbeitung greifbarer Bergbaugeschichte auf den noch bestehenden Anlagen. - Einschätzung zur Bedeutung der Geschichte des Bergbaus im Ruhrgebiet im Hinblick auf die heutige und zukünftige Kultur und Struktur der Region. - Diskussion über die "kleinen Geschichten des Bergbaualltags" und die letzte Generation der "erzählenden Bergleute".
Wir planen die Veranstaltung für September 2006, an dem mit wenigen einleitenden Referaten von Fachleuten und Praktikern in die Thematik eingeführt werden soll, um in einem zweiten Teil in Form von drei bis vier Arbeitsgruppen einen guten und produktiven Gedankenaustausch mit anschließender gemeinsamer Ergebnissicherung zu ermöglichen.
Wir bitten um Unterstützung und Beteiligung an diesem Vorhaben!
Als Termin ist vorgesehen: Samstag, 23. September 2006, ab 10 Uhr beim Museum auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Haard in Oer-Erkenschwick, Ziegeleitor
Eine genaue Tagesordnung und Einladung mit Anfahrtbeschreibung wird rechtzeitig veröffentlicht.
Interessenten wenden sich an: Wolfgang Grewe, bei: REVAG, Rellinghauser Str. 1 - 11, 45128 Essen e-mail: Wolfgang.Grewe@RAG.de
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