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Info Nr. 15 Oktober 2003
Anlässlich des 850-jährigen Ortsteil-Jubiläums hat der Heimatgeschichtskreis folgende Broschüren im Selbstverlag herausgebracht:
> Heft 1 850 Jahre sagenhaftes Eiberg - 10 Sagengeschichten aus Eiberg und Nachbarschaft
> Heft 2 Rezepte aus Großmutters Küche: Eiergerichte aus Eiberg
> Heft 3 850 Jahre Eiberg - Geschichte einer Gemeinde zwischen Hellweg und Ruhr, Rheinland und Westfalen
> Heft 4 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Horst-Eiberg
14.09.03
Ersteigung des Eibergschen Berges
In diesem Jahr hat der Heimatgeschichtskreis Eiberg seinen stets beliebten Schnadegang (heimatkundlicher Spaziergang zu Grenzen der ehemals selbständigen Gemeinde Eiberg) am Sonntag, den 29.06.2003 durchgeführt. Dieses Mal stand die Ersteigung des Eibergschen Berges von der Dahlhauser Ruhraue aus auf dem Programm. Vom Parkplatz der kath. Kirche am Schultenweg aus fuhren wir zum Friedensbildstock oben in Eiberg, von wo wir aus die Lage des ersten Eiberger Siedlungskernes aus dem Jahre 1150 in Augenschein nehmen konnten.
Von dort startete gegen 15:30 Uhr der Schnadegang zur Südgrenze Eibergs, zur Eybecke und zum Ende der Eiberger Straße in Dahlhausen. Unterwegs konnten wir bei klarer Sicht einen weiten Blick über das Ruhrtal hinauf bis zur Hattinger Isenburg und nach Langenberg genießen. Am Fuße des Eibergschen Berges angekommen besichtigten wir die alte Eiberger Grenze und den Eingang eines früheren Erbstollens nebst der dazu gehörenden Gedenktafel.
Die anschließende Erkletterung wurde mit viel Schwung angegangen. Es war ein schmaler, zum Teil sehr steiler Pfad, der uns teilweise durch dichtes Strauchwerk bergauf führte. Zum Glück hatten wir ärztlichen Beistand dabei, denn schon nach 15 Minuten musste ein Teilnehmer wegen Herz- und Kreislaufschwäche versorgt werden. Unterwegs konnten wir einen Blick auf das Gelände der alten Steinfabrik Dr.C.Otto werfen, die ab 1870 den Eiberger Kohlesandstein zu feuerfesten Hochofen geeigneten Steinen verarbeitete und somit entscheidend zum Aufbau der Schwerindustrie dieser Region beitrug. Im ehemaligen Invalidengarten hatten sich die an Staublunge erkrankten Bergleute mit Duldung der Firmenleitung im Wald einen eigenen kleinen Lungenluftkurort geschaffen. Nach weiterem Anstieg (mit gegenseitiger Hilfe) konnten wir uralte Kohleförderwege überqueren. Schließlich kamen wir oben beim ehemaligen Bismarckturm einem damaligen Eiberger Wahrzeichen an, das die Nazis wegen der angeblichen Luftverteidigung gesprengt haben. Am Ausgangspunkt angekommen genossen wir auf dem Hof Hinderfeld die Gelegenheit zu einem kleinen Umtrunk und besichtigten Reste der alten Pferdeschleppbahn, die von der Höntroper Zeche Maria-Anna über Eiberger Gemeindegebiet. nach Horst zur Verladestation an die Ruhr führte.
Alles in allem war der diesjährige Schnadegang eine lehrreiche, aber auch anstrengenden Klettertour!
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