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Geschichtskreis Carnap hat große Pläne
Trotz sintflutartiger Regenfälle wurde das letzte Treffen des Geschichtskreises Carnap für die zahlreichen Besucher in der Gaststätte Alt Carnap zu einem großen Erfolg. Wobei vor allem auch die Lesung von Heinz Tocay aus einem bisher unveröffentlichten Manuskript aus dem Jahr 1915 dazu beitrug und ein Bild von Karnap im vorletzten bis zum letzten Jahrhundert zeichnete, als der heutige nördlichste Essener Stadtteil selbstständige Bürgermeisterei war. Unter dem Motte des Geschichtskreises Carnap: „Wir halten nicht nur die Geschichte, sondern auch den damit verbundenen Menschen in Karnap lebendig“ wurde nicht nur über Vergangenes nachgedacht, sondern auch über die Entwicklung des Essener Stadtteils im Norden diskutiert. Geplant für den kommenden Herbst ist ein historischer Rundgang durch den Stadtteil, wo Vergangenheit und Gegenwart sichtbar gemacht und Zukunftsperspektiven erörtert werden. Des Weiteren teilte die Sprecherin Bettina von der Höh mit, dass der Geschichtskreis in die Arbeitsgemeinschaft Essener Geschichtsinitiativen aufgenommen wurde, die im Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. aktiv ist. Auch bei der Aktion: „Wir im Essener Norden“ des Altenessener Allee-Centers, möchten wir unseren Stadtteil positiv darstellen, erläuterte die Sprecherin weiter, die nur noch auf die Zusage der Center Managerin wartet, um mit den Vorbereitungen beginnen zu können. Hier findet, wir in anderen Bereichen, eine enge Kooperation mit dem Geschichtsforum Nordsternpark statt, dessen Vertreter Reinhold Adam und Wille Weiß, von Frau von der Höh besonders begrüßt wurden. Als vorlesender Gast und neues Mitglied des Geschichtskreises Carnap, Heinz Tocay, sorgte dieser für einen willkommenen Abschluss und für eine große Begeisterung bei den Zuhörern. Aus dem Manuskript „Karnap im Laufe der Jahrhundertwende“ des damaligen Rektors A. Dringenberg, der die historischen Erlebnisse dem Ehrenbürgermeister und Bergwerksdirektor Karl Hold widmete, trug er die sehr plastisch dargestellten Erzählungen über die Karnaper Flur und den einfallsreichen Brückenbau der damaligen Bergleute zur Zeit um die Jahrhundertwende vor. Die damalige Verbindung zu den Nachbarorten Gelsenkirchen, Bottrop, Altenessen und Gladbeck, die der Stadtteil Karnap von jeher pflegte, wurden in mehreren Kapiteln umfassend und sehr bewegt beschrieben. Auch die Erwähnung der französischen Besatzung zu Zeiten Napoleons fand große Beachtung. Aufgrund dieser Darbietung und der recht amüsanten Geschichten über Karnap und seine Nachbarn, wurde der Herausgeber und Vorleser, des im Herbst erscheinenden Buches, vom Geschichtsforum Nordsternpark zur nächsten Lesung im Bergbustollen des Freundeskreises Nordstern am 09. September diesen Jahres eingeladen. Hier hat jeder noch einmal die Gelegenheit, diese unvergesslichen Erlebnisse des ehemaligen Rektors lauschen mitzuerleben. Mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers, wird eine Episode aus diesem Buch in der Sonderausgabe des Stadtmagazins „karnap-info“ im September 2008 nachzulesen sein. Besten Dank im Voraus!
Viele Grüße aus der Nachbarschaft Bettina von der Höh
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