Arbeitsgemeinschaft Essener Geschichtsinitiativen
im FORUM Geschichtskultur an Ruhr und Emscher eV.

 

Heimat- und Burgverein Essen-Burgaltendorf
Kontaktanschrift: Dieter Bonnekamp, Mühlenweg 33c, 45289 Essen, Tel 0201-571531

INFO Nr. 11 September 2001

1. Stand Renovierung der Burg Altendorf
Der Burgturm der Burg Altendorf ist seit dem Frühjahr 2000 aus Sicherheitsgründen gesperrt.
Witterungsbedingte Erosion, nicht planmäßig von der Aussichtsplattform ablaufendes Regenwasser, Taubenkot, Bewuchs durch Efeu und anderes Grün machen eine Renovierung erforderlich, da sonst Steine herausbrechen könnten.
Gleiches gilt für das ehemalige Wirtschaftsgebäude in der Vorburg.
Eine erste grobe Kostenschätzung von ca. DM 300.000 zeigte sich nach einer intensiven Schadensaufnahme durch das Zollern-Institut der DMT als wesentlich zu niedrig. Die tatsächlichen Kosten sind vermutlich mehr als doppelt so hoch.
Im Jahr 2001 soll eine erste Maßnahme an dem Wirtschaftsgebäude durchgeführt werden. Gelder von Land und Stadt stehen bereit.
Weitere Schritte sollen in den Folgejahren durchgerührt werden.

2. Sammlung von Zeugnissen zur medizinischen Versorgung in Burgaltendorf
Es gibt heute in Burgaltendorf drei Apotheken. Die älteste, die Adler-Apotheke, ist 1860 gegründet worden, ein für eine Bauernschaft frühes Datum, nur zu erklären mit dem damals schon sehr umfangreichen Bergbau im Dorf.
Der ehemalige Besitzer Kurt Mühlhan, heute über 90 Jahre alt, bezeichnete sie häufig als die älteste der Ruhrhalbinsel. Tatsächlich hat z.B. Kupferdreh erst 29 Jahre später eine Apotheke erhalten, Überruhr erst im 2. Weltkrieg und Hattingen-Niederwenigern erst 1972. Dumberg und Byfang haben bis heute keine Apotheke.
Bei der Beschäftigung mit der Geschichte der Adler-Apotheke entstand die Idee, die Zeugnisse über die medizinische Versorgung in Burgaltendorf zusammenzustellen. Dabei kam bis heute folgendes zusammen:
a) Die obskure Heilung eines Sohnes der Herren von Haus Altendorf etwa Im Jahre 1370,
b) Die Volksmedizin auf einem Bauernhof nach einer Handschrift des 16. Jahrhunderts, dargestellt,
     bewertet und erläutert von Hans Tacke,
c)  Geschehnisse um die Erkrankung der Bewohner des Worrings-Hofes an der ,Roten Ruhr‘ um
     1740,
d)  Die Erkrankung des Bergmanns Johann Faester um 1778 und das Attest des zuständigen
     Knappschafts-Arztes,
e)  Die Verordnung des westfälischen Oberbergamtes in Wetter von 1793 „zur Rettung
     ertrunkener und erstickter Bergleute“,
f)   Die Geschichte der ersten Apotheke im Dorf und der folgenden,
g)  Ärzte In Burgaltendorf von 1885 bis heute,
h) Die benachbarten Krankenhäuser,
i)  Das Deutsche Rote Kreuz In Burgaltendorf.

Wir würden uns freuen, wenn wir aus euren Reihen noch Hinweise erhalten würden, was noch in diesen Themenkreis passt.

In welcher Form eine Veröffentlichung erfolgt, steht im Moment noch nicht fest.